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Bürgernahe Digitalisierung durch ganzheitlichen Ansatz

Foto: © IAT Universität Stuttgart, Ludmilla Parsyak Photography

Damit sich die verschiedenen Maßnahmen im Projektverlauf bestmöglich ergänzen, haben sich die Projektpartner am 13. November auf gemeinsame Leitplanken verständigt. Unter dem Vorsitz von CIO Stefan Krebs und Abteilungsleiter Andreas Schütze aus dem Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration BW haben die Partner ihre Zusammenarbeit in der Charta zur digitalen Transformation öffentlicher Verwaltungen festgehalten und den gesellschaftlichen Mehrwert in den Mittelpunkt ihres Handelns gestellt.Für Dirk Leißner und Dietmar Lees, die beiden Leiter des Moduls 4 (Fachzentrum Digitale Prozesse) der Digitalakademie und Programmleiter für die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG), liegen die Vorteile des gemeinsamen Vorgehens damit klar auf der Hand: „Die Partner nutzen gemeinsam ihre Kernkompetenzen und Netzwerke, um durchgängige und wiederverwendbare Verwaltungsservices (in Online-Services umgesetzte Verwaltungsleistungen) zu schaffen, die durch Automation die Effizienz in der Verwaltung steigern.“ Der Beitrag von ITEOS fokussiert dabei auf die bedarfsorientierte Bereitstellung der Verwaltungsservices, die Verbindung von Verwaltungsservice und Fachverfahren oder Register sowie die Koordination der Partner im Prozess der Leistungserbringung. Parallel dazu berät ITEOS die Kommunen beim Wandel hin zur Online-Verwaltung und begleitet damit den Change zur Kommune 4.0. Steffen Braun, Leiter der Geschäftsstelle der Digitalakademie@bw und Institutsdirektor am Fraunhofer IAO, sieht im gemeinsamen Vorgehen ebenfalls einen klaren Vorteil: „Wenn wir die Querbezüge zwischen den einzelnen Maßnahmen und Angeboten herstellen, können wir den Kommunen und Landkreisen sowie der Landesverwaltung ein Paket anbieten, das Digitalisierung ganzheitlich denkt. Für uns sind Digitalisierung und Innovation daher Teamsport.“ Mit der Charta stellen die Partner den gesellschaftlichen Mehrwert in den Mittelpunkt ihres Handelns und halten das ganzheitliche, integrierte Vorgehen als handlungsleitende Maxime fest.

Bisheriges Fazit und Ausblick

Im Verbund haben die Partner seit Mitte 2018 einiges erreicht: In zehn Fachveranstaltungen im Land mit insgesamt über 5.000 Teilnehmenden aus Kommune und Zivilgesellschaft wurden die Angebote vorgestellt. Die »Kommunalen Digitallotsen« sind am 5. November gestartet und qualifizieren in den Seminaren bis Jahresende 50 bereits angemeldete Digitallotsen. 350 Führungskräfte der Landesverwaltung haben unterschiedliche Formate der Führungsakademie genutzt, um sich mit »Digital Leadership« auseinanderzusetzen. Das »Fachzentrum Digitale Prozesse« entwickelt derzeit mit dem Land und beteiligten Kommunen 16 digitale Verwaltungsprozesse und unterstützt die Kommunen bei der Einführung und Produktivsetzung bereits entwickelter und freigegebener Pilotprozesse, darunter z.B. die Onlinedienste für die Abmeldung ins Ausland, die Wohnungsgeberbescheinigung oder den Bewohnerparkausweis.  Das »Kommunale InnovationsCenter« hat gemeinsam mit Kommunen erste Projekte, beispielsweise zwei regionale Digital.Labore (am 3. Dezember in Baden-Baden, vom 25. bis 26. Januar 2019 im Nordschwarzwald), sowie eine flächendeckende Bedarfserhebung unter allen 1101 Kommunen und 35 Landkreisen vorbereitet. Und auch die diesjährige Morgenstadt:Werkstatt des Fraunhofer IAO, das größte Innovationsfestival des Landes im öffentlichen Sektor, steht ganz im Zeichen einer bürgernahen Digitalisierung. Die Morgenstadt:Werkstatt findet vom 13. bis 14. Dezember 2018 am Fraunhofer IAO in Stuttgart statt.

Zum Projekt

Die Digitalakademie@bw wird vom Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg im Rahmen des Programms digital@bw gefördert. Alle Infos und Mitmach-Angebote für Kommunen, Landkreise und Landesverwaltungen finden Sie online unter www.digitalakademie-bw.de. Die Charta der digitalen Transformation kann online eingesehen werden unter https://digitalakademie-bw.de/partner.

(Erstellt am 15. November 2018)